Business as un-usual – Perspektivenwechsel gefragt
 Liebe KundInnen, liebe Interessierte,

„Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.“ (Rainer Maria Rilke, 1903)

„Erst die Frage lässt unsere Gedanken, unsere Welt erzittern … Ihre Funktion ist es vielmehr einen konstanten Zweifel in uns aufrecht zu halten, exemplarisch ausgedrückt durch die Frage aller Fragen: Und was, wenn alles ganz anders ist?“ (Tomas Sedlacek, Ökonom, 2013)


Zwei Aussagen, die mich nachdenklich machen ... Wir leben in einer Zeit der oft raschen, unreflektierten Antworten. Einfache Antworten in Bezug auf dynamisch-komplexe – gesellschaftliche, politische, ökonomische, ökologische – Themen werden von den einen erwartet und von den anderen rasch gegeben. Im Sinne zukunftsfähiger Antworten wünschte ich mir, wir würden es uns öfter gönnen, Fragen etwas länger in Schwebe zu halten. Den Zweifel in uns aufrecht halten und die Unsicherheit als Ressource verwenden, um tragfähige Antworten zu entwickeln!

Im Coaching, in Team-Entwicklungsprozessen und in der Mediation von Konflikten gönnen wir uns diesen „Luxus“ –  Luxus verstanden als Ausloten von und das Oszillieren zwischen Optionen und Alternativen, bevor es um Konkretisierung und Umsetzung der Lösungsfindung geht. Fragen sind für mich in Gesprächen mit KlientInnen eine wichtige Form der Aufmerksamkeitslenkung, um Suchbewegungen im Hinblick auf ihre Anliegen anzuregen.

Wofür es in Ihrem beruflichen Alltag nützlich sein kann, sich selbst und anderen mehr und andere Fragen als üblich zu stellen, darum geht’s in diesem Newsletter.

Viel Freude beim Lesen, Fragen und Zuhören!
                         
ANGELA PLATZER-REICHMANN
Menschen in Organisationen begleiten
Coach, Mediatorin, Trainerin
Tel. 0664 5236970
mail@angelaplatzer-reichmann.at
http://www.angelaplatzer-reichmann.at

 
"Wofür?" anstatt "Warum?"
Unterschiedliche Aufmerksamkeitsfokussierungen bewirken die Fragen „warum“ und „wofür“.

Die Frage „warum“
  • erfragt Gründe und verweist in die Vergangenheit
  • lenkt die Aufmerksamkeit auf Defizite
  • mobilisiert oftmals Rechtfertigungen und Ausreden
  • führt mitten in das  Problem hinein („Problemtrance“).
Die Frage „wofür“
  • öffnet den Raum für Möglichkeiten, Alternativen und verweist in die Zukunft
  • fördert einen inneren Zustand, in dem es leichter ist Lösungen zu finden
  • hinterfragt den Sinn, die Funktion oder den Nutzen, den ein Problem hat
  • führt in Lösungen hinein („Lösungstrance“).
Konkrete Beispiele 
"Was wäre, wenn ...?"
Jede Idee, jede Entwicklung, jede Veränderung beginnt mit einem Perspektivenwechsel. Eine diesen Wechsel von Denk- und Handlungsperspektiven unterstützende Frage ist „Was wäre, wenn …?" Sie ermöglicht uns
  • Gedankenexperimente zu machen
  • Ideen weiterzutreiben, weiterzutragen, sie größer zu denken
  • Freiräume gedanklich und gefühlsmäßig auszuloten
  • Optionen und Alternativen zum Bisherigen zu erforschen
  • uns in den Zustand einer bereits erfolgten Lösung eines Konflikts oder Problems zu bringen – so zu tun, als ob die Lösung schon da wäre
  • Zukunftsbilder und Zukunftsszenarien mit Anziehungskraft zu entwickeln.
Zum Beispiel ... 
 Mag.a Angela Platzer-Reichmann, Siebensterngasse 46/2/145, 1070 Wien, Unternehmensberaterin, Wirtschaftskammer Wien; Foto Fragezeichen: iStockphoto.com, sonstige Fotos: Angela Platzer-Reichmann; Mai 2016
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